Volkskundliches Museum

Im „Volkskundlichen Museum Wilnsdorf“ kann man sich auf Spurensuche in die Vergangenheit begeben. Wer dem Nähmädchen, dem Wanderschuster oder dem Fotografen vor der Hochzeitsgesellschaft „bei der Arbeit“ zuschauen, wer Vergessenes wiederfinden oder auch Neues erfahren möchte, ist hier am richtigen Platz. Das Museum gewährt Einblicke in das Leben und die Arbeit in den Dörfern des südlichen Siegerlandes zu Beginn des 20. Jahrhunderts und vermittelt einen Eindruck von der „guten alten Zeit“ und vom „harten Brot“ der Vorfahren.

Hunderte von Exponaten sind ohne distanzierende Absperrungen in ihrem jeweiligen geschichtsträchtigen Umfeld zu sehen. Die Palette der Einrichtungen reicht von einer Schreinerei, einem Friseurladen mit „Puppendoktor“, einem Kaufmannsladen, einer Backstube, einer Schusterwerkstatt bis hin zu einer Schneiderei. Natürlich wurde auch der häusliche Lebens- und Wirtschaftsbereich nicht vergessen. So geben Küche und Wohnstube, Stall und Dachboden Einblick in die damaligen Lebensumstände.

Im Erdgeschoss des Volkskundlichen Museums befinden sich Ortsteilwände, die Informationen über alle elf Ortsteile der Gemeinde Wilnsdorf vermitteln, ein Haubergsdiorama und ein Modell zu Hauberg und Wiesenbau, anhand dessen die jahreszeitlich bedingten Arbeitsabläufe deutlich werden.

Sammlung Jung: Erinnerungen an den Siegerländer Bergbau

Als Dauerleihgabe in den Bestand des Museums aufgenommen ist die Sammlung Jung, die ein Siegerländer Sammler über viele Jahrzehnte mit viel Liebe, Leidenschaft und großer Sachkenntnis zusammenstellte. Die Sammlung umfasst neben Werkzeugen, Lampen, Gegenständen des alltäglichen Gebrauchs und Dokumenten aus der Bergbaugeschichte vor allen Dingen eine reichhaltige Mineraliensammlung, die von häufigst vorkommenden Mineralienarten des Siegerlandes bis hin zu den ganz seltenen „Schätzchen“ reicht. Große, beeindruckende Stufen sind ebenso zu sehen wie Mikrolithe, seltene Schätze des Siegerländer Bergbaus, die sich nur unter dem Mikroskop in ihrer ganzen Schönheit zeigen.

Zwei Präsentationen zeigen die Arbeit des Bergmanns in ihrer wechselvollen Geschichte, zum einen im Mittelalter mit Haue, Kratze und Trog und zum anderen in der Mitte des 20. Jahrhunderts mit Pressluftbohrer und Dynamitpatrone.

Ein Schatz besonderer Qualität ist das vollständig erhaltene Bergbaulabor mit seinen Messinstrumenten, Waagen und Apparaturen.

 
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